Idee und Ziele

Als Auszeichnung für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Gesundheitskommunikation lobte die BLEIB GESUND STIFTUNG nahezu jährlich den mit 12.800 Euro dotierten Oskar-Kuhn-Preis aus. Mit dem Preis erinnerte die Stiftung an die Verlegerpersönlichkeit Oskar Kuhn und dessen Pionierarbeit auf dem Gebiet der Gesundheitskommunikation bei der wdv-Gruppe. Bereits in den 60er Jahren engagierte sich Oskar Kuhn mit verschiedenen Medien-Projekten für eine weitreichende Gesundheitsaufklärung. Die zielgruppengerechte Ansprache von medizinischen Laien bildete dabei einen Schwerpunkt seiner verlegerischen Aktivitäten.

Ziel des Oskar-Kuhn-Preises war die Förderung der effektiven Gesundheits-kommunikation. Mit zunehmender Bedeutung der Gesundheitskommunikation und einer Entwicklung hin zum selbstbestimmte Patienten, entstanden neue Kommunikations-bedarfe und -wege, die es zu Gestalten galt. Im Mittelpunkt des Förderinteresses standen deshalb innovative Ideen und Projekte, die sich für einen partnerschaftlichen Dialog mit Patienten bzw. Patientengruppen, aber auch zwischen Ärzten und /oder Pflegekräften sowie innerhalb von Patientengruppen einsetzten. Die BLEIB GESUND STIFTUNG prämierte Projekte und Studien, die neue Wege in der Gesundheitsk-ommunikation gingen. Dabei sollten vor allem neue kommunikative Ansätze den Genesungsprozess erkrankter Menschen aktiv und langfristig unterstützen.

 

Bewerber und Bewerbungskriterien

Angesprochen waren Personen, Gruppen, Institutionen, die sich in besonderer Weise für die Kommunikation im Gesundheitswesen einsetzen. Die Ausschreibung wandte sich an alle im Gesundheitswesen Engagierte z.B. an  Universitäten und Fachhochschulen, Mitarbeiter öffentlicher Einrichtungen, Verbände, Unternehmen, Netzwerke, Selbsthilfegruppen und Initiativen sowie an Journalisten, Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen. Diese konnten sich mit gesundheitskommunikativen Konzepten aus dem Bereich der klassischen Medien bewerben oder Projekte einreichen, die innovative mediale Ansätze aufgriffen. Berücksichtigt wurden herausragende Konzepte aus Wissenschaft und Praxis. Auch wissenschaftliche Abhandlungen, Kommunikationskonzepte und empirische Studien wurden von der Stiftung ausgezeichnet. Den Ausrichtern kam es vor allem darauf an, dass die preiswürdigen Projekte nicht nur sporadische Hilfestellung boten, sondern längerfristige Perspektiven eröffneten. Die Beschäftigung mit neuen medizinischen Erkenntnissen ging in besonderem Maße in die Würdigung ein. Die wichtigsten Bewerbungskriterien waren:

Patientenzentrierte Kommunikation: Patienten sollten als Partner im Kommunikations-prozess verstanden werden. Nicht die reine Informationsleistung war gefragt, sondern die interaktive Ansprache. Das Gegenüber sollte nicht nur als Empfänger von Expertenwissen in einer asymmetrischen Kommunikationssituation verstanden werden, sondern Empfänger und Sender im Kommunikationsprozess sein.
Aktueller Bezug: Preiswürdige Projekte/Studien sollten einen aktuellen Bezug aufweisen. Praxisprojekte konnten so in ihrer Realisation oder in ihrer Etablierungsphase unterstützt werden. Wissenschaftliche Arbeiten sollten nicht länger als zwei Jahre beendet sein.
Praxisnähe: Im Sinne einer wirksamen Kommunikation sollten die Projekte/Studien das Kriterium der Praxisnähe erfüllen. Preiswürdige Arbeiten sollten die spezifischen Bedürfnisse des Kommunikationspartners berücksichtigen und sich durch Alltags-relevanz auszeichnen. Wissenschaftliche Arbeiten mussten eine in der Praxis umsetzbare Projektplanung und erste Ansätze nachweisen sowie eine eindeutige Umsetzbarkeit erkennen lassen.